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Ereignisse

  • In England stirbt am 6.2. König George VI. Am selben Tag wird seine am 21.4.1926 geborene gerade noch 25jährige Tochter als Elisabeth II. zur Königin proklamiert; gekrönt wird sie nach traditionellem Ritus und im Beisein des so gut wie vollständig versammelten Weltadels am 2.6.1953 in der Westminster Abbey (bei typisch englischem Regen).
  • Griechenland und die Türkei treten der NATO bei.
  • In den USA wird der Weltkriegsgeneral Dwight D. Eisenhower (*1890, +1969) neuer Präsident.
  • In Ägypten wird König Faruk durch General Nagib gestürzt.
  • Im britischen Kolonialgebiet Kenia wird ein Aufstand der um Unabhängigkeit kämpfenden Mau-Mau-Bewegung blutig niedergeschlagen.
  • Die Stellungskriege in Korea halten an, während sich die Krieg führenden Parteien um einen Waffenstillstandsvertrag bemühen. Nordkorea wird von der US Luftwaffe schwer bombardiert
  • 10.3.: Stalin bietet angesichts der fortschreitenden Westintegration der BRD Wiedervereinigung Deutschlands an ("Stalin-Note"). Die Westmächte bezweifeln die Ernsthaftigkeit des Angebots, fordern freie Wahlen in ganz Deutschland unter Aufsicht der UNO, was von der UdSSR zurückgewiesen wird, und lehnen daraufhin ab.
  • Das Besatzungsstatut für die BRD wird am 26.5. vom Deutschlandvertrag mit den drei Westalliierten abgelöst, der bis zur Wiedervereinigung Deutschlands Gültigkeit hat. Die BRD ist damit weitestgehend souveräner Staat. Die von den Briten als Übungsziel der Luftwaffe schwer beschädigte Insel Helgoland kommt wieder unter deutsche Verwaltung.
  • In Paris wird der EVG-Vertrag über die Europäische Verteidigungs-Gemeinschaft auch von der BRD unterzeichnet. Er garantiert u.a. den Erhalt Westdeutschlands und Westberlins und sieht vor, dass die BRD 12 der 43 geplanten Truppeneinheiten zu je 13,000 Mann stellt.
  • Die DDR reagiert auf den EVG-Beitritt der BRD mit sofortiger Sperrung der Grenzen und dem Trennen der Telefonverbindungen. Die SED beschließt wenig später den Aufbau der Volksarmee und eine Landreform. Die Länder der DDR werden aufgelöst und stattdessen 14 Verwaltungsbezirke mit 227 Kreisen gebildet. Im Juli propagiert die SED die "Verschärfung des Klassenkampfes", mit der im Klartext auch Normenerhöhungen bei der Arbeitsleistung gemeint sind.
  • Eine ernste Versorgungskrise von Grundnahrungsmitteln führt in der DDR zur Entlassung von Karl Hamann, Chef des Ministeriums für Handel und Versorgung. Die Zahl der DDR-Flüchtlinge steigt.
  • Die BRD und Israel vereinbaren Wiedergutmachungszahlungen für die im Dritten Reich erfolgte Judenverfolgung in Höhe von 3 mrd DM, zahlbar im Lauf von 12 Jahren.
  • In der BRD tritt das Lastenausgleichsgesetz in Kraft, das Verluste an Vermögen infolge Kriegseinwirkung oder Vertreibung regelt.
  • Bei den Olympischen Spielen in Helsinki beteiligt sich erstmals die Sowjetunion. Deutschland (West) ist wieder dabei, die DDR will kein gemeinsames Team und ist nicht dabei. Die Zahl der ausgetragenen Disziplinen erhöht sich erneut auf 149. Neuer Präsident des IOC Internationalen Olympischen Komitees wird der US-Amerikaner Avery Brundage.
  • Der Arzt Albert Schweitzer erhält den Friedensnobelpreis.
  • In Köln fühlt sich am 8.6. in einem Boxkampf der Herausforderer Peter Müller ("de Aap") durch den Ringrichter benachteiligt, weshalb er ihn mit einem gezielten Haken k.o. schlägt.
  • In Chalk River in Kanada kommt es zum ersten Kernreaktor-Unfall. Der Irrtum eines Technikers hat die Explosion des Reaktorkerns zur Folge.
  • Unter der Leitung des US-amerikanischen Physikers Edward Teller wird die H-Bombe entwickelt und am 6.11. auf dem Eniwetok-Atoll im Südpazifik gezündet. Ihre Sprengkraft entspricht 700 Atombomben des Hiroshima-Typs. Auch die Russen zünden in diesem Jahr eine auf der Kernfusion beruhende H-(Wasserstoff-)Bombe. Sie konnten ihren Entwicklungsabstand zu den Amerikanern nicht zuletzt wegen der Spionagetätigkeit eines Klaus Fuchs (siehe 1950) verringern.
  • In der BRD wird im Telefondienst mit der bereits seit 1923 technisch vorbereiteten Umstellung von Handvermittlung auf Selbstwähldienst im Telefon-Ferngesprächsbereich begonnen.
  • Das Transistorradio wird von der japanischen Firma Sony entwickelt.
  • Der Polio-Schutzimpfstoff wird entwickelt, der Herzschrittmacher erstmals eingesetzt und mit Reserpin der erste Tranquilizer entdeckt.
  • In der BRD beginnt das Fernsehzeitalter.

Geboren

  • 01. Januar: Knut Folkerts, ehemaliges Mitglied der RAF
  • 02. Januar: Hildegard Krekel, deutsche Schauspielerin († 2013)
  • 05. Januar: Ulrich Hoeneß, deutscher Fußballer und Manager
  • 13. Februar: Freddy Maertens, belgischer Radrennfahrer
  • 14. Februar: Peter-Michael Diestel, stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren der DDR
  • 16. Februar: Wolfgang Lippert, Sänger, Moderator und Entertainer
  • 12. März: Yasuhiko Okudera, japanischer Fußballspieler
  • 23. März: Pola Kinski, deutsche Schauspielerin
  • 29. März: Rainer Bonhof, deutscher Fußballspieler und Trainer
  • 31. März: Paul-Heinz Wellmann, deutscher Leichtathlet
  • 10. Mai: Roland Kaiser, deutscher Schlagersänger
  • 06. Juni: Bernd Wehmeyer, deutscher Fußballspieler und Klubmanager
  • 12. Juni: Cornelia Hanisch, deutsche Fechterin
  • 17. Juli: David Hasselhoff, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
  • 15. August: Rudi Kargus, deutscher Fußballspieler
  • 23. August: Vicky Leandros, griechische Schlagersängerin
  • 02. September: Jimmy Connors, US-amerikanischer Tennisspieler
  • 19. September: Holger Biege, deutscher Komponist, Sänger, Pianist, Arrangeur und Texter
  • 29. September: Lonzo Westphal, deutscher Musiker († 2001)
  • 21. November: Cornelius Littmann, Unternehmer, Präsident von FC St. Pauli
  • 24. November: Ilja Richter, deutscher Schauspieler und Fernsehmoderator

Gestorben

  • 06. Februar: Georg VI., König von Großbritannien und Nordirland (* 1895)
  • 19. Februar: Knut Hamsun, norwegischer Schriftsteller (* 1859)
  • 19. Juli: Elly Heuss-Knapp, deutsche Politikerin, Gründerin des Müttergenesungswerks (* 1881)
  • 20. August: Kurt Schumacher, deutscher Politiker (* 1895)
  • 09. November: Chaim Weizmann, erster Präsident von Israel (* 1874)
  • 26. November: Sven Hedin, schwedischer Geograf, Topograf, Entdeckungsreisender (* 1865)

Quelle: Wikipedia

 


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