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Für den einen oder anderen Familienforscher unter Ihnen mögen diese Familienanzeigen von Interesse sein. Diese Sammlung wird von Zeit zu Zeit ergänzt.

TRAUERANZEIGEN


Oschatzer gemeinnützige Blätter
vom 30.März 1811

† Johann Gottlob Lochmann
   21.04.1779 - 10.03.1811
Danksagung. Mit gerührten Herzen dankt hier eine trauernde Mutter, nebst ihren Söhnen und Töchtern, allen theilnehmenden und freundschaftlichen Personen, welche den schmerzlichen Verlust unsers geliebten Sohnes und Bruders, Johann Gottlob Lochmanns, mit uns fühlten, den jungen Leuten aus allen Zünften, die bey dem öffentlichen Leichenbegängnisse den Sarg ihres Jugendfreundes trugen und begleiteten, sein Andenken durch ein Trauergedicht, das die Empfindungen ihrer Liebe ausdrückt und ein bleibendes Denkmal seyn wird. ehrten, so wie auch allen, die seinen Sarg mit Blumen und Kränzen schmückten. Unvergeßlich werden diese zahlreichen Beweise der Liebe und der Theilnahme unsern Herzen bleiben.

Oschatz, den 14. März 1811.
Maria Magdalena Lochmann,
Mutter, nebst ihren noch lebenden fünf Söhnen und drey Töchtern.


Leipziger Zeitung
vom 29.Juni 1820
† Johann Christian Atenstädt
 
 19.01.1749 - 07.06.1820

Der Morgen des 7. Juni d. J. rief uns an das Sterbelager unsers guten Vaters, des Bürgermeisters und Stadt-Steuer-Einnehmers, Herrn Johann Christlieb Atenstädt, den wir am Abend noch gesund verlassen hatten; ein Blutschlag hatte seinem theuern Leben unerwartet in einem Alter von 71 Jahren 5 Monaten ein Ziel gesetzt. Wir trauern über den Verlust des besten Vaters, unsres treusten Freundes und Rathgebers, dessen zärtliche Sorgfalt uns alle mit gleicher Liebe umfaßte; unauslöschlich steht in unser Herz gegraben, was er uns war, und was er für uns that. Viele haben mit uns über seinen Verlust geklagt. Seit 34 Jahren hatte er für seine Vaterstadt in seinem Verhältnissen thätig gewirkt; manche nützliche Anstalt ging hier von ihm aus, viele half er gründen, empfänglich für die Noth der Armen, half er im Stillen wo erkonnte; mitten in den Drangsalen des Kriegs achtete er der Jahre und seiner Ruhe nicht, um Ordnung zu erhalten und unvermeidliche Lasten zu erleichtern; seine schönsten Freuden fand er in treuer Erfüllung seiner Amtspflichten und im Kreise seiner Kinder und Enkel, denen er unvergeßlich bleinben wir.  Allen, die noch am Grabe durch zahlreiche, ehrenvolle Begleitung Beweise ihrer Achtung und Freundschaft dem verstorbenen gaben, nochmals unsern wärmsten Dank, an seine und unsre verehrten Freunde und Verwandte aber die herzliche Bitte, unsern Schmerz durch stille Theilnahme zu ehren.
Oschatz, den 13 Juny 1820
Carl Atenstädt, Apotheker. / Christian Gottlob Atenstädt, Accis-Insp. / Wilhelmine Valz, geb. Atenstädt, zu Oschatz / Heinrich August Atenstädt, Apotheker zu Bitterfeld, als Kinder
Wilhelmine Atenstädt, geb. Kluge, als Schwiegertochter
George Friedrich Valz, Rathscämmerer und Kaufmann als Schwiegersohn
Eduard und Louise Volz als Enkel

 

Leipziger Zeitung
vom 14.September 1822
† Friedrich Ludwig Anesorg
 
 um 1785 - 31.08.1822

Am 31. Aug. des Morgens um 1 Uhr starb nach langen Leiden mein geliebter Mann, Friedrich Ludwig Anesorg im 37sten Jahre seines Lebens. Mit 6 unerzogenen Kindern weine ich an seinem Grabe, und flehe zu Gott um Trost und Fassung: er verleihe mir Stärke, daß ich das Geschäft meines seligen Mannes fortsetzen könne, und der schweren Sorge für die Erziehung 6 unmündiger Kinder nicht unterliege. Um so mehr wende ich mich an alle Gönner und Freunde des Verewigten mit der Bitte, die ihm geschenkte Gunst auf mich übergehen zu lassen.
Oschatz, den 2 Sept. 1822
Johanne Sophie, verwitw. Anesorge, Besitzerin des Gasthofs zum Löwen


Leipziger Zeitung
vom 15.06.1826
† Karl Samuel Hoffmann
  
20.11.1749 - 05.6.1826

Nach einem mehrjährigen Kampfe mit körperlichen Leiden und nach den sorgfältigsten Anstrengungen ärztlicher Kunst schlug am 5ten d. M. früh halb 6 Uhr, unserm innig geliebten Ehegatten, Vater, Großvater und Bruder, M. Karl Samuel Hoffmann, Archidiakonus in Oschatz, die Stunde des befreienden Sieges. Leicht entsank seiner geschächten Hand auf dem 8tägigen Lager der schwere Pilgerstab, den er 76 Jahre, 6 Monate und 16 Tage mit aufrichtiger Ehrfurcht gegen Gott und mit ungeheucheltem Wohlwollen gegen seine Nebenmenschen geführt hatte. Dem christlichen Lehramte brachte er fast 47 Jahre in Bucha, Zschochau und Oschatz, seinem Geburtsorte, mit uneigennütziger Treue zum Opfer. Der Lichtseite seines Lebens fehlte nicht der Schatten eines prüfenden Wechsels. Diesen Wechsel ruhig ertragend, immer das Bessere hoffend, fand er befriedigenden Ersatz in den höheren Freuden, die ihm die Wissenschaft, sein Berufs- und Familienkreis darbot. Das Andenken an den Schmerzlichvermißten wird unter uns immer Segen und ebens so unvergeßlich, als die rührende Theilname bleiben, die sich an seinem heutigen Begräbnißtage kund gab, als, außer den verehrten Mitgliedern des hiesigen Rathes und der Bürgerschaft, auch edle und würdige Männer der hiesigen Garnison und des Civilstandes dem Sarge des Vollendeten aus eigenem Antriebe zahlreich folgten. Für diesen ehrenvollen Beweis wohlwollender Güte sprechen wir auch hier unsern schuldigen und tiefgefühlten Dank mit der Versicherung aus, daß in der fortdauernden, stillen Theilnahme der Schmerz unsrer Trauer die erwünschenste Linderung finden wird.
Oschatz, Staucha und Leipzig, den 8. Juny 1836
Die Hinterlassenen


Leipziger Zeitung
vom 4. Oktober 1828
† Camilla von Thielau, Leuben
  
28.09.1828-28.09.1828

Am 28sten September, Nachmittags halb3 Uhr, verließ unsern Familienkreis unsre jüngste Tochter, Camilla, welche dem Mutterherz zwar sauer, aber eben dadurch theuer geworden war. Dies zur Nachricht allen unsern verehrten Verwandten und Freunden, die unsern Schmerz zu würdigen wissen.
Haus Leuben, den 29. September 1828
Wilhelm von Thielau
Henriette von Thielau


Leipziger Zeitung
vom 24. April 1830
† Christoph Friedrich Liebe

Gestern Abend um 7 Uhr entschlummerte sanft und schmerzlos unser guter Gatte und Vater, M. Christoph Friedrich Liebe, Archidiakonus in Oschatz. Wer ihn kannte, wird mit uns nachfühlen, was wir an ihm verloren, und uns seine stille Theilnahme nicht versagen
Oschatz, den 20. April 1830
Die Hinterbliebenen.


Leipziger Zeitung
vom 26. Juli 1822
† Gotthelf David Lochmann
  
27.05.1790 - 14.07.1830

Am 14en d. M. starb mein guter, inniggeliebter Gatte, der hiesige Bürger und Gasthofsbesitzer Gotthelf David Lochmann, an den Folgen eines Nervenschlags. Mit tiefbetrübtem Herzen über einen so schmerzlichen Verlust widme ich diese Anzeige allen Verwandten und Freunden in der Nähe und Ferne und bitte um ihre stille Theilnahme
Oschatz, den 21. July 1830.
Johanne Christiane Lochmann, als Witwe und im Namen Ihrer Kinder

Zugleich verbinde ich hiermit die Nachricht, daß ich als jetzige Besitzerin des Gasthofs zum weißen Roß mich eifrigst bestreben werde, durch reelle, prompte und billige Bedienung mir eben das Vertrauen meiner Gäste zu erwerben, dessen mein sel. Mann sich zu erfreuen gehabt hat, und empfehle mich daher allen Reisenden zu fernerem gütigen Wohlwollen
Johanne Christiane, verwitw. Lochmann.


Oschatzer gemeinnützige Blätter
vom Januar 1857

† Johanna Sophie Lochmann, geb. Beyer
   um 1774 - 28.01.1857

Nach kurzem Krankenlager entschlief sanft heute Vormittag 9¼ Uhr unsre geliebte treue Mutter, Schwieger-, Groß- und Urgroßmutter, Frau Johanna verwittwete Lochmann, im 82. Lebensjahre.
Ihr segensreiches Wirken gründete das Glück ihrer Kinder, ein starker Geist half ihr die schwersten Prüfungen des Lebens mit frommen, gläubigem Sinn tragen. Ein ehrendes Andenken sei der Seeligen in unser aller Herzen bewahrt.

Dresden, Oschatz, Meißen, den 28. Januar 1857
Die treuernden Hinterlassenen.

Quelle: Oschatzkiste.de



VERLOBUNGSANZEIGEN

 

Leipziger Zeitung
vom 22. Oktober 1852

Clementine Louise Mogk (1827-1903)
Ernst Adolph Schmorl
 (1818-1907)

Clementine Mogk,
Ernst Adolph Schmorl,
Adv. und Ger.-Dir.,
Verlobte
Oschatz und Mügeln,
am 14. October 1852

Quelle: Grit Jähn



GEBURTSTAGSGRÜSSE


Leipziger Zeitung
vom 31. Mai 1851

C...a & T....r (Clara & Theodor ?)

Seiner theuern Freundinn C...a K.....l in Oschatz gratulirt zu Ihrem heutigen Wiegenfeste von ganzem Herzen
Th....r B....r.
Den 31./5. 51.


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