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Am 4.März 2020 fand im Ratssaal der Stadt Oschatz eine Feierstunde statt, in der sich zehn Heimatforscher in das Ehrenbuch der Stadt eintragen durften. Ich war einer davon. Leider konnte ich aufgrund der Entfernung nicht daran teilnehmen.

In der Oschatzer Allgemeinen Zeitung war tags darauf folgender Artikel zu lesen:


Das alte Ehrenbuch der Stadt Oschatz von 1905. Die jetzt Geehrten haben
sich in das neue Buch eingetragen, das es seit 1988 gibt. Fotos: Frank Hörügel (9), Manfred Schollmeyer (1)

Ausgezeichnete Oschatzer
Die Stadt ehrt zehn ehrenamtliche Heimatforscher und Kirchen-Förderer
mit einem Eintrag ins Oschatzer Ehrenbuch

Oschatz.Das Ehrenbuch der Stadt Oschatz ist um ein Kapitel reicher: Zwei Frauen und acht Männer durften sich am Mittwochabend im historischen Ratssaal in das Buch eintragen. Diese Oschatzer wurden für die Bewahrung des kulturellen und historischen Erbes ausgezeichnet. „Es ist eine der allerhöchsten Auszeichnungen der Stadt Oschatz“, sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos).

■ 1. Gudrun Kohlbach (Rettet St. Aegidien): Seit 1995 verwaltet sie die Finanzen des Vereins. Laut Hans-Günter Sirrenberg gingen in ihrer Zeit über drei Millionen Euro von 402 Spendern über ihren Tisch. Gudrun Kohlbach habe sich mit „Eifer, Ideenreichtum und Freude“ engagiert.

■ 2. Dieter Köhncke (Rettet St. Aegidien): Von 1991 bis 2016 war Köhncke Vereinsvorsitzender. Köhncke habe sich besondere Verdienste bei der fachlichen Beratung zur baulichen Rettung der Stadtkirche erworben und beteilige sich bis heute am Türmerdienst.

■ 3. Eberhard Starke (Rettet St. Aegidien): Der Bäckermeister hat sich besonders um das leibliche Wohl der Aegidien-Retter verdient gemacht. Seit 2005 stellte er jede Woche frischen Kuchen für die Türmerwohnung zur Verfügung.

■ 4. Berthold Zehme (Rettet St. Aegidien): Der Pfarrer in Rente ist seit 1989/1990 die Triebfeder bei der Rettung der Aegidienkirche. „Es war und ist Bertold Zehme aber wichtig, nicht nur ins Gebäude alle Kraft zu stecken, sondern auch die Menschen dabei nicht zu vergessen“, so Sirrenberg.

■ 5. Dr. Manfred Schollmeyer (Geschichts- und Heimatverein Oschatz): Zusammen mit dem Verein hat er bisher 14 Publikationen verfasst. „Er geht immer bis an die Wurzel der Geschichte, schreibt niemals ab, ohne es vorher auf die richtige Quelle zu prüfen“, sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar.

■ 6. Gabriele Teumer (Geschichts- und Heimatverein Oschatz): Die langjährige Vereinsvorsitzende habe sich „mit viel Herzblut für den Verein und seine Mitglieder“ engagiert, so Kretschmar. Vier Publikationen habe sie zusammen mit dem Verein heraus gegeben. Hervorzuheben sei ihre Forschung zum Kriegsgefangenenlager Stalag IVG in Oschatz.

■ 7. Herbert Berndt (Heimatforscher): Von 2014 bis 2019 war er Vorsitzender des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins. Besondere Verdienste hat sich Berndt mit der Forschungsarbeit über die Geschichte der Häuser in der Oschatzer Innenstadt und den Vorstädten erworben. Die Ergebnisse füllen 2772 Seiten.

■ 8. Hermann Schöne (Heimatforscher): Hauptverdienst des Kleinforsters ist die Forschung zur Geschichte dieses Oschatzer Stadtteils, die in einem Buch mündete.

■ 9. Wolfgang Michael (Geschichts- und Heimatverein Oschatz): Zusammen mit dem Verein hat er drei Publikationen über die Zeit von 1928 bis 1945 in Oschatz heraus gegeben und weitere Forschungsbeiträge zu stadtgeschichtlichen Themen veröffentlicht.

■ 10. Horst Kohl (Geschichts- und Heimatverein Oschatz): Der gebürtige Hamburger mit Oschatzer Wurzeln gestaltet von seinem heutigen Wohnort Rio de Janeiro (Brasilien) aus seit 2001 ehrenamtlich die Internetseite des Vereins.

Oschatzer Ehrenbücher

Das erste Ehrenbuch beginnt mit dem Eintrag des sächsischen Königs Friedrich August am 29. März 1905 und wurde bis 1966 geführt. Das zweite Ehrenbuch gibt es seit der 750-Jahrfeier in Oschatz 1988. In das zweite Ehrenbuch habe sich die geehrten am Mittwoch eingetragen.

Kommentar
von Frank Hörügel
Ohne diese zehn Frauen und Männer wäre Oschatz nicht die Stadt, die sie heute ist. In der Geschichtsforschung der knapp 800 Jahre alten Kommune würden noch große Lücken klaffen. Und die Rettung der St. Aegidienkirche hätte sich wahrscheinlich auch viel länger hingezogen, ganz zu schweigen von der liebevoll restaurierten Türmerwohnung. Die Oschatzer sind den ehrenamtlich Engagierten, die am Mittwochabend im historischen Ratssaal mit dem Eintrag in das Ehrenbuch der Stadt ausgezeichnet wurden, deshalb zu großem Dank verpflichtet. Diese Auszeichnung hat ein größeres Gewicht als finanzielle Zuwendungen oder Gutscheine. Denn der Eintrag ins Ehrenbuch hat Bestand – und wird auch künftige Generationen an diese zehn Frauen und Männer erinnern.
Apropos künftige Generationen: Die suchte man unter den Ausgezeichneten vergeblich. Das ist hoffentlich kein Zeichen dafür, dass bei den Jüngeren ehrenamtliches Engagement nicht mehr so hoch im Kurs steht. Denn es gibt auch in den nächsten Jahrzehnten sowohl bei der Heimatforschung als auch bei der Bewahrung der Oschatzer Stadtkirche noch jede Menge zu tun. 


Oberbürgermeister Andreas Kretzschmar sprach in einer Videobotschaft über den Grund der für mich überraschenden Ehrung:

„Die Eintragung unseres Heimatfreundes Horst Kohl holen wir nach, wenn er mal wieder aus seinem jetzigen Wohnort Rio de Janeiro in Oschatz ist.
Horst Kohl war einer der ersten, der die Internetseite über Oschatz entworfen hat und auf seiner Internetseite der unseres Heimat- und Geschichtsvereins gibt es alles über die Geschichte der Stadt Oschatz.“

Facebook-Nutzer können das Video hier sehen.




Dieser Artikel erschien am 10.08.2012 in der OAZ - Oschatzer Allgemeine Zeitung

Was Urlauber an Nordsachsen lieben

 

Der folgende Artikel erschien am 03.12.2011 in der OAZ - Oschatzer Allgemeine Zeitung.

Heimatverein
Gast aus Rio de Janeiro im Vogtshaus

Oschatz (ms/wb). In den vergangenen Monaten traten im Oschatzer Geschichts- und Heimatverein mehrere Gäste auf, die das Wissen der Heimatfreunde bereicherten.
Der Vereinsvorsitzenden Gabriele Teumer war es gelungen, Horst Kohl einzuladen. Er hat seit einigen Jahren in Rio de Janeiro seinen Wohnsitz. Seine Vorfahren stammen aus Oschatz. Der Großvater von Horst Kohl – so hatte es Vorstandsmitglied Wolfgang Michael herausgefunden – gehörte zu den Mitbegründern des alten Oschatzer Heimatvereines. Anschaulich schilderte Horst Kohl beim Stammtisch, wie er beim Auflösen des Nachlasses seiner Tante hunderte historische Postkarten, überwiegend aus Oschatz, fand. Er stellte sie 1998 ins Internet. Das Echo war sehr groß. Aus dieser Idee entstand die heutige Internetseite „Oschatz damals“.

Über seinen Kurzbesuch in Oschatz schreibt Horst Kohl: „Grit Jähn ließ es sich nicht nehmen, mich durch die Räume zu führen und mir alles über die verschiedenen Nutzungen, die diversen Umbauten und nicht zuletzt über die 2009 fertiggestellte Rekonstruktion des Vogtshauses fachkundig zu erklären. Über das mittelalterliche Vogtshaus, das ich noch von früheren Besuchen als das Tuchmacherhaus kennen gelernt habe, ist viel geschrieben worden. Doch alles Lesen und Betrachten der Bilder ist nur ein schwacher Ersatz für einen leibhaftigen Besuch. Man kann nicht nur sehen und berühren, sondern auch riechen, nämlich den Ruß unter dem Putz in der sogenannten schwarzen Küche.“
Vor Horst Kohl waren bereits Otto Hangen, Angela Pollmer und Gert Jubisch sowie Rainer Schulz aufgetreten.

Horst Kohl mit Grit Jähn bei seinem Besuch im Vogtshaus.
Foto: Dr. Manfred Schollmeyer

 

Der folgende Artikel erschien am 08.05.2010 in der OAZ - Oschatzer Allgemeine Zeitung.

Weit gereist – nah verwandt

 

Rio de Janeiro oder Oschatz? Horst Kohl hat sich in dieser Woche für Oschatz entschieden. Der 60-Jährige, der in Brasilien lebt und von dort aus den Internetauftritt des Geschichts- und Heimatvereins Oschatz koordiniert, absolvierte einen Kurzurlaub mit vollem Programm: Er war zu Gast beim Heimatverein und den Philokartisten.
Von Hagen Rösner und Frank Hörügel

Gabriele Teumer bedankt sich als Chefin des Geschichts- und Heimatvereins bei Horst Kohl für seine Unterstützung.

Foto:Dirk Hunger


 

Bei meinem Besuch in Oschatz konnte ich auch eine Auszeichnung der Stadt für die geleistete Vereinsarbeit, sprich die Homepages, entgegennehmen, die im Oktober 2009 in meiner Abwesenheit vergeben wurde und über die ich mich riesig gefreut habe.

 

Der folgende Artikel erschien am 15.09.2009 in der OAZ - Oschatzer Allgemeine Zeitung.

Grüße nach Brasilien
Horst Kohl feiert heute seinen 60. Geburtstag

Oschatz (hr). „Horst Kohl hat in den vergangenen Jahren sehr viel für Oschatzer Geschichtsforschung und die Veröffentlichung der Ergebnisse getan“, lobt die Vorsitzendes Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins Gabi Teumer. Das Lob ist Bilanz und Gratulation der Oschatzer zugleich. Horst Kohl feiert heute in Rio de Janeiro in Brasilien seinen 60. Geburtstag. Der Hamburger Horst Kohl hat zahlreiche Fakten und Bilder aus dem alten Oschatz ins Netz gebracht. Seine Großeltern wohnten früher in Oschatz. Als Horst Kohls Mutter drei Jahre alt war, siedelte die Familie aber in die Hansestadt Hamburg über. Die Idee zu der Web-Site kam ihm, als er den Haushalt einer Tante auflöste. Hunderte historische Postkarten fielen dem Bankangestellten in die Hände. Spaßeshalber stellte er sie 1998 ins Internet – und stieß damit auf große Resonanz. Viele Internet-Nutzer waren angetan und zeigten ihre Begeisterung im Gästebuch der Homepage. Heute lebt Horst Kohl in Brasilien und betreut von dort aus die Internetseiten.
www.oschatz-damals.de
www.oschatzer-heimatverein.

Frank Hörügel

 

Der folgende Artikel erschien am 31. Januar 2009 in der OAZ - Oschatzer Allgemeine Zeitung. unter der Rubrik Land und Leute

Aus Rio über Oschatz
Horst Kohl betreibt Internetseite von Brasilien aus

Oschatz/Rio de Janeiro. Wer im Internet nach historischen Informationen über Oschatz sucht, kommt an Horst Kohl nicht vorbei. Der 59-Jährige wohnt seit kurzem in Ipanema, einem Stadtteil von Rio de Janeiro und betreut von dort aus den Internetauftritt des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins und die Homepage Oschatz-damals. „Ich bin stolz darauf, dass die wöchentlichen Aktualisierungen ohne Unterbrechung bis heute geliefert werden konnten. Und auch künftig werde ich Neues aus Oschatz von damals ins Internet stellen“, verspricht der gelernte Bankkaufmann. Das Interesse des geborenen Hamburgers kommt nicht von ungefähr. Meine Großeltern Ernst und Emma Lehmann sind beide in Oschatz geboren. Sie haben die Stadt aber schon Anfang des letzten Jahrhunderts verlassen. Mein Urgroßvater, der Ratsuhrmachermeister Ernst Lehmann, war übrigens Mitbegründer des ersten Oschatzer Heimatvereins und führte die Besucher durch das Museum“, erzählt Kohl. Er kannte Oschatz nur aus den Erzählungen seiner Großmutter, die bereits 1977 gestorben war. In ihrem Nachlass fand Horst Kohl viele Postkarten aus Oschatz und besuchte die Stadt 1998 das erste Mal. „Ich war seitdem unzählige Mal hier und bin ein richtiger Oschatz-Fan“, gesteht er. 2001 lernte der Hamburger eine Carioca (Einwohnerin Rio des Janeiros) kennen und lebt seit September 2008 mit ihr in Rio. „Ohne aber den Kontakt zu den Oschatzern abzubrechen“, betont der Neu-Brasilianer.
Frank Hörüge
l

 


Horst Kohl vor der Kulisse des berühmten Strandes von Ipanema, einem Stadtteil von Rio de Janeiro in Brasilien

 

Der folgende Artikel erschien am 13. Januar 2004 in der OAZ - Oschatzer Allgemeine Zeitung.

Weißt Du noch: http://www.oschatz-damals.de/
Waschechter Hamburger Horst Kohl präsentiert Historie der Döllnitzstadt weltweit im Netz

Haben Sie als Oschatzer ein juristisches Problem? Dann gehen Sie doch zum Justizrat Hans Schmorl in der Promenade 31. Oder ist vielleicht einmal ein neuer Haarschnitt gefällig? Dann können wir Ihnen den Friseur und Barbier Josef Scholz in der Seminarstraße 5 empfehlen. Möchten Sie den neuesten Film sehen? Dann schauen Sie doch im Kinomatographentheater Karl Leonhard Müller in der Badergasse 4 vorbei. Wenn sie von den vorgenannten Herren noch nie etwas gehört haben sollten, ist das nicht weiter verwunderlich. Diese Empfehlungen stammen aus dem "Adress-Buch für die Stadt und Amtshauptmannschaft Oschatz- Verzeichnis - der Handel- und Gewerbetreibenden" - aus dem Jahre 1922. Finden kann man diese historischen "Gelben Seiten" im Internet, auf der Web-Site: http://www.oschatz-damals.de/. Doch das Adress-Verzeichnis ist nicht der einzige Höhepunkt für geschichtlich interessierte Oschatzer. Es gibt jede Menge historische Ansichten, Sagen und sonstiges Wissenswertes über die Stadt am Collm zu erfahren.
Wer jedoch denkt, dass die Web-Site in Sachsen produziert wird, kann falscher nicht liegen. Man muss die Elbe schon einige Kilometer flussabwärts fahren, um an den Entstehungsort des virtuellen Oschatz zu gelangen. Der Hamburger Horst Kohl ist der helle Kopf, der das alte Oschatz ins Netz gebracht hat. Und das nicht von ungefähr: Seine Großeltern wohnten früher in Oschatz. Als Kohls Mutter drei Jahre alt war, siedelten sie aber in die Hansestadt über.
Die Idee zu der Web-Site kam ihm, als er den Haushalt einer Tante auflöste. Hunderte historische Postkarten vielen dem Bankangestellten in die Hände. Spaßeshalber stellte er sie 1998 ins Internet - und stieß damit auf große Resonanz. Viele Internet-Nutzer waren sehr angetan und zeigten ihre Begeisterung im mittlerweile prall gefüllten Gästebuch der Homepage.
Inzwischen ist einiges passiert. Der Hamburger stellte in vielen hundert Arbeitsstunden immer mehr Oschatzer Geschichten ins Netz. "Ich arbeite zwar nicht täglich an der Seite, aber wenn ich einmal am Basteln bin, kann das schon mal ein bisschen dauern", sagt Kohl auf OAZ-Anfrage. Er ist auch Mitglied im Oschatzer Heimatverein, mit dem er gut zusammenarbeitet. "Ich

wirklich sehr gut. Mit vielen Oschatzern habe ich mich mittlerweile auch richtig angefreundet".Die Döllnitzstadt wird auf den Seiten ausführlich vorgestellt. Neben der großen Zahl von Fotos kann man jede Menge Geschichten und Geschichtliches finden. Auch Bilder aus jüngerer Zeit werden gezeigt. Die Jahrhundertflut 2002 wird ebenso dokumentiert wie Bilder von Stadtfesten. Hauptsächlich widmet sich Kohl jedoch dem Historischen: Artikel aus dem "Oschatzer Tageblatt und Anzeiger" stehen neben Auszügen aus der Stadtchronik über den großen Stadtbrand des Jahres 1842. Bekannte Oschatzer wie die Komponisten Carl-Gottlieb und Karl Eduard Hering oder der Erfinder Curt Lehmann werden vorgestellt. Außerdem gibt es Sagen aus unserer Region und einen Beitrag über die Mundart in Mittelsachsen zu lesen.
"Weesde noch?" werden sich vor allem ältere Mitbürger beim Betrachten der Fotos und Beiträge sagen. Und obwohl es schon sehr, sehr viele Stadtansichten zu sehen gibt, sind alte Fotos jederzeit willkommen. "Wer will kann mit mir per E-Mail Kontakt aufnehmen", meint der Hamburger. Neben der Oschatzer Seite betreut er noch einige andere WebSites, wie zum Beispiel die des Heimatvereines. "Oschatz-damals ist aber schon meine Hauptseite. Als nächstes möchte ich mich den Straßennamen widmen und deren Herkunft ermitteln." Spätestens dann ist Horst Kohl nicht nur für die Oschatzer eine ganz große Hausnummer.

Holger Schrapel

   

Der folgende Artikel erschien am 08. August 2002 in der Oschatzer Rundschau.

Ein Streifzug durch die Geschichte
Horst Kohls Homepage ist der Treffpunkt für Oschatzer und Ex-Oschatzer

Mögen Sie Oschatz? Sammeln Sie Postkarten? Wollen Sie Erinnerungen auffrischen? Dann sind Sie hier richtig!
Hier findet der geneigte Websurfer: +++ eine Sammlung historischer Postkarten von Oschatz, einer Stadt zwischen Leipzig und Dresden gelegen +++ eine Galerie mit Werken großer Meister :-), die Oschatzer Motive auf die Leinwand zauberten +++ etwas über Persönlichkeiten aus dem alten Oschatz +++ einer Kontaktseite für Ex-Oschatzer +++ Sagen aus der Region +++ Einkaufstipps aus alter Zeit, u.v.m. halt eine richtige "Heimatseite".
So begrüßt der Hamburger Horst Kohl seine Gäste auf der Homepage www.oschatz-damals.de und seine Gäste sind nicht nur Oschatzer. Die Geschichte von Horst Kohl ist nicht nur interessant, sondern auch irgendwie paradox. Denn unweigerlich drängt sich die Frage auf, wie sich ein Hamburger in eine sächsische Kleinstadt verlieben kann, ohne diese jemals vorher besucht zu haben. An dieser Stelle verzichte ich auf weiter reichende Erläuterungen, denn vor genau drei Jahren habe ich mich mit dem Hamburger in Oschatz getroffen. Seine Geschichte wurde in der Oschatzer Rundschau am 14. August 199 veröffentlicht und ist, wie es sich für einen perfekten Webmaster gehört, auf seiner Homepage unter dem Link "Rundschau" nachzulesen. Mittlerweile war Horst schon mehrmals in Oschatz. Für ihn ist die Oschatzer Modenacht kein Fremdwort und selbst zur feierlichen Neueröffnung des Oschatzer Neumarktes durfte der Hamburger nicht fehlen. Seine Freundschaft zu Gabriele und Mario Teumer trägt sagenhaft heimatliche Früchte. "Horst ist ein wunderbarer Mensch, eigentlich wäre er ein perfekter Oschatzer", sagte mir die Geschäftsfrau Gabriel Teumer einmal. "Besonders hervorzuheben ist sein Engagement im Oschatzer Heimatverein, der auch eine eigene Homepage vorweisen kann" Interessant dürften die Seiten von Horst Kohl für Ex-Oschatzer sein. Für diese bietet die Homepage jede Menge Erinnerungen. Ein Auszug aus Horst Kohls Gästebuch: Lieber Herr Kohl, ich freue mich ja sehr "Die Postkarten von Oschatz" zu finden. Ich wohne in den USA, bin aber 1943 in Oschatz geboren und wohnte dort 14 Jahre. Habe meine Heimatstadt nie vergessen und denke oft mit Sehnsucht an Oschatz. Brigitte Heiser Charleston, South Carolina USA".
Auf eines sei noch hingewiesen - die Galerie Sie werden sich wundern, wie sehr auch die alten Meister Oschatz mochten, und Sie werden erstaunt sein, mit wieviel Charme und Witz diese Meisterwerke in Szene setzt. Na dann klicken Sie doch mal, www.oschatz-damals.de.

Tilo Schroth

 


 
Der folgende Artikel erschien am 14. August 1999 in der Oschatzer Rundschau.

Ein Hamburger liebt Oschatz
Blick auf Horst Kohls ungewöhnliche Internetseiten lohnt sich


OSCHATZ / HAMBURG.

Mehrmals habe ich Anlauf nehmen müssen, um mich mit Horst Kohl zu treffen. Mehrmals haben wir uns mehr oder weniger verpaßt, doch nun hatte es endlich geklappt und ich stand dem Hamburger gegenüber.

Eigentlich ist daran auch nichts ungewöhnlich, und eigentlich ist Horst Kohl ein ganz normaler Mensch. Dennoch hat der in Hamburg lebende Bankangestellte eine gewisse Schwäche für unsere Gartenstadt am Collm.
Doch erst einmal die Geschichte ganz von vorn... Als ob Hamburg nicht schön genug wäre und auch seine eigenen Reize hat. Da kommt ein Hamburger des Weges und behauptet: "Ich liebe das Städtchen Oschatz", ohne es jedoch vorher gesehen zu haben.

Die Großeltern von Horst Kohl wohnten zu ihrer Zeit in Oschatz. Als Horst Kohls Mutter drei Jahre alt war, zogen sie nach Hamburg. "Immer wenn meine Großeltern von Oschatz erzählten, machte mich das neugierig"; erzählt mir der 49jährige Hamburger. "Sie sprachen oft davon wie schön es in Oschatz war und wie schön die Zeiten hier waren".
Eines Tages mußte eine ebenfalls in Oschatz wohnende Tante von Horst Kohl ins Altersheim. Ihr Haushalt wurde aufgelöst und Horst Kohl fielen über hundert historische Postkarten mit Motiven von Oschatz in die Hände. "Erst habe ich mich gefragt, was ich mit den Karten anfangen soll", erinnert sich Kohl an seinen "ersten Kontakt" mit Oschatz. "Dann stellte ich spaßeshalber ein paar davon ins Internet. Vielleicht hätte jemand Interesse." Schon allein die Resonanz auf diese Präsentation im Internet war gewaltig.


Erstmals in Oschatz

Auch spaßeshalber besuchte Horst Kohl im November 1998 Oschatz, das er bisher nur von den Postkarten kannte, mit dem Gedanken, einfach mal "alt" mit "neu" zu vergleichen.
"Ich kann mich noch sehr genau an diesen Tag erinnern: Es regnete wie aus Gießkannen, als ich auf dem Bahnhof ankam." So fragte sich Horst Kohl vom Bahnhof bis zur Innenstadt durch, und ehe er sich versah, stand er "vor dem Brunnen auf dem Markt".
Da war er nun endlich, der Brunnen auf dem Neumarkt, der oft ein Motiv auf seinen Postkarten darstellte. Doch was blieb, war das schlechte Herbstwetter, was jegliches Fotografieren unmöglich machte. Erst am Nachmittag wurde das Wetter besser. Und wie war der erste Eindruck?

"Ich glaube, ich habe mich sofort in Oschatz verliebt", schmunzelt Kohl und ergänzt:

 

"War wohl Liebe auf den ersten Blick." Was ihn besonders beeindruckte, war der Umstand, daß "noch so viel erhalten war", in Hamburg findet man das kaum noch. Wieder in Hamburg, erreichte Horst Kohl ein Anruf der Oschatzerin Gabriele Teumer, die im Vorstand des Heimatvereins tätig ist. "Ich war sehr angenehm überrascht, daß mein großes Interesse an mir und meinen Postkarten bestand." Jetzt stand auch für ihn fest, daß er Oschatz wieder besuchen würde. Zwischenzeitlich hat sich daraus eine regelrechte Freundschaft entwickelt. "Horst ist sehr sympathisch", erzählt uns Gabriele Teumer, "man hat immer das Gefühl, als ob wir uns schon viele Jahre kennen. Die Freundschaft überträgt sich auf meine ganze Familie".


Neue Internet-Seiten

Die Besuche in Oschatz und das Interesse des Heimatvereins spornten Horst Kohl zu neuen "Taten" an. Er "verfeinerte" seine Homepage mit weiteren alten Postkarten, nahm sich neue Fotografien zur Hand und verfremdete diese (dieComputertechnik macht's möglich). "Ich möchte in keiner Weise Oschatz verspotten", erklärt der Hamburger. "Es macht nur großen Spaß seine eigenen Ideen in diese Bilder hineinzuinterpretieren." Diese, von Horst Kohl bearbeiteten Fotografien sind in der zur Homepage gehörenden Galerie zu finden, die schon von anderen Homepagebesuchern reichlich Lob erntete.
Ohnehin sind die Internetseiten mit viel Liebe gestaltet. Besucher können ihre Eindrücke und Meinun- gen ins Gästebuch schreiben oder Horst Kohl direkt kontaktieren. Zukünftig will der Hamburger seine Homepage verbessern. Zum einen möchte Kohl ständig neueste Informationen aus der Collmregion veröffentlichen.
"Dazu benötige ich jedoch die intensive Mithilfe des Oschatzer Heimatvereins." Zum anderen möchte er historische Personen, deren Leben in enger Verbundenheit mit der Stadt Oschatz stand.

"Da gibt es viele, die zwar nicht so bekannt wie Politiker oder Künstler sind, sich jedoch auf ihre Art und Weise verdient gemacht haben." Alles in allem will Kohl "beim Thema bleiben", was da heißt "Oschatz heute und gestern". "Für mich ist das reiner Spaß und Freizeitvergnügen. Am meisten freue ich mich auf die Reaktionen der Internet-Besucher". Gab es auch schon Reaktionen seitens der Stadt? "Nein da ist mir nichts bekannt."

Also, liebe Leser, wie wäre es mit einem Besuch in Horst Kohls Wohnstube in Hamburg? Schalten Sie ihren Computer ein und besuchen sie seine Homepage unter der Adresse: http://members.tripod.de/kohl. Dieser kleine Ausflug in die Welt der Bits und Bytes lohnt auf jeden Fall.

Tilo Schroth

 


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